Samstag, Oktober 28, 2006
Lebenszeichen
Samstag, Oktober 07, 2006
Sun Yatsen Park




Ich war mit Ulf, Steffi und Cora da, und erneut stürzten sich alle Chinesen auf die Kleine. Schon irgendwie seltsam, und obwohl sie die Aufmerksamkeit mag, wird ihr das nach einer Weile auch zuviel. An solchen Beispielen werden aber Mentalitätsunterschiede deutlich: Würde bei uns so ein Aufstand um ein chinesisches Kind geprobt? -- Doch höchstens, um die Debatte des kinderlosen Deutschlands anzuleiern.

Wangfujing Food Market

Wangfujing ist eine berühmte Einkaufsstraße in Beijing. Hier gibt es unter anderem ein Kaufhaus für Kindersachen, Modegeschäfte, ein relativ günstiges Musikaliengeschäft, den Foreign Language Bookstore und das berühmte Baihuodalou-Warenhaus.
Ich weiß nicht, wer diese Sachen wirklich ist und wie man sie überhaupt essen kann. Die Seepferdchen sehen sehr trocken aus, und die Skorpione werden lebendig auf die Stäbchen gespießt und zappeln noch, während sie dort auf ihre Käufer warten. Ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, wie ich etwas essen sollte, dass versucht, mich dabei in die Zunge zu stechen. Ich habe aber auch niemanden gesehen, der dies essen oder kaufen würde. Kevin hatte mal spekuliert, dass dies nur für die Westler sei, die diese Sachen besonders spektakulär fänden. Aber an manchen Ständen wird nichts anderes verkauft, so dass ich vermute, irgend jemand muss das schon kaufen.
Diese Käfer oder Raupen habe ich bereits auf dm Xi'aner Nachtmarkt gesehen. Keine Ahnung, wie man das ist oder wie es schmeckt. Sieht schon cross aus, aber Essen mit Augen, Krabbelbeinen oder nichts von alledem ist mir generell etwas suspekt.
Drittes Leckerli: Tintenfische (oder Arme) am Stil! Für Sachen wie dies kommen Westler (wie ich) hier her: es ist diese Art von Exotismus, die man erwarten würde, in Beijing aber kaum findet, da es schon eine sehr westliche Stadt ist.
Ich denke, wenn ich das so sehe, ich sollte bald mal etwas über das Essen in Beijing allgemein schreiben.
Freitag, Oktober 06, 2006
Das Mittherbstfest: Zhongqiujie




Mittwoch, Oktober 04, 2006
Yiheyuan - Der neue Sommerpalast


Das berühmte Marmorboot, das sich Kaiserinwitwe und Regentin Cixi selbst zum Geschenk machte (wie auch den Park), statt in eine Armee gegen die Westmächte zu investieren. Zumindest ihr hatte diese Strategie noch einen ruhigen Lebensabend beschehrt.

Eine Schildkröte auf einem Lotosblatt. Die selben gibts hier übrigens im Kaufhaus zumin die Suppe tunken. Grausam, ich weiß ... Sich auf Lotosblättern sonnend sind sie mir auch lieber.

Der lange Wandelgang mit Landschaftsbildern und Szenen aus den berühmten vier chinesischen Romanen. Die alte Version des Kinos ...

Die Brücken haben einen speziellen Stil. Auf der Löwenkopfbrücke haben die Brückenpfeiler individuelle Verzierungen in Form von Löwenköpfen, aber der Name klingt spektakulärer als die Realität.

Interessant auch die sehr hohe Bauform der Brücken: Vielleicht waren die Boote früher höher? Oder es ist eine bautechnische Frage gewesen.


Ulfs und Steffis Tochter ist wirklich sehr niedlich. Aber die Chinesen übertreiben es total. Kaum steht man irgendwo, bildet sich sofort eine riesige Traube von Menschen, die sich mit dem kleinen blonden Kind fotografieren lassen will. Natürlich ist sie niedlich, und irgendwo ist es amüsant. Aber nach einer weile wird es lästig. Ich dachte schon, man könne ihr vielleicht ein Schild umhängen "Lass dich mit mir fotografieren für 100 Kuai" oder so. Manchmal kommen aber auch kleine chinesische Kinder, und dann ist es wieder ganz lustig. Hier kam ein chinesischer Junge im selben Alter, und die beiden sind dann hand in Hand durch die Gegend gelaufen und posierten, verfolgt von zahllosen Erwachsenen mit Kameras. Leider standen sie für meine Kamera nicht ruhig genug. Anyways: Hen ke ai!



Eigentlich sind das keine Seerosen, sondern Lotos. Es gibt einige so bewachsene Teiche hier, aber wird sind wohl etwas zu spät gekommen, um sie blühen zu sehen. Alles hat seine beste Zeit hier: In den Xiangshan-Park soll man gegen Ende Oktober gehen, weil dann die roten Blätter das Optimum an Ästhetik darstellen.




Und noch eine Szene, für die es sich wirklich gelohnt hat: Sonnenuntergang über dem See. Das Licht, das Wetter, die Landschaft und Perspektiven ... alles war ideal, und die Fotos sind wirklich sehr schön geworden.







Dienstag, Oktober 03, 2006
Beijing Zoo Teil 2: Das Aquarium
Das Aquarium ist in mehrere Bereiche unterteilt: Regenwaldfische, Riffbecken, Meeressäuger usw., durch die man der Reihe nach laufen oder von einer Verzweigung in der Mitte aus direkt erreichen kann. Dies hier ist ein großer Steinkopf, der die Regenwaldabteilung schmückt.
Viele interessante Zierfische, deren Namen ich leider nicht kenne (alles Goldfische, irgendwie :-). Leider sehr schwer zu fotografieren: Mit Blitzlicht reflextiert man selbst in der Scheibe, oder es ist zu dunkel und stillhalte würden die kleinen Leckerlis wohl nur auf einem Teller.
Apropos: Auch wenn das eben wie ein Witz geklungen hat, sind die Chinesen in dieser Beziehung wirklich erfindungsreich. In der Mitte des Komplexes, wo alle Wege auch zusammenlaufen, gibt es tatsächlich Fischspezialitäten am Stand oder im Restaurant. In Folge des Bratens zieht ein starker Geruch von frittiertem Fisch durch das gesamte Aquarium, den man unaufhörlich in der Nase hat. Fisch ist sicher lecker, Fische betrachten ist interessant, aber Fische betrachten und dabei andauernd den Bratfischgeruch in der Nase haben ist irgendwie pervers. Das Verständnis und die Betrachtungsweise von Tieren differiert hier schon etwas von der bei uns.
Das Riffbecken: Das Spektakulärste war hier wohl, als eine mutige Frau im Taucheranzug ins Becken stieg und die Fische aus der Hand fütterte. Die Rochen waren recht zahm (wir haben ja alle von dem tragischen Unfall dieses manischen Australiers gehört), aber diese schwimmenden Riesenschildkröten sind gefährlicher, als man es zuerst vielleicht glaubt. Wenn man weiß, wie kärftig bereits Mathias' Kröte zuschnappen kann, kann man sich vielleicht ausmahlen, was eine über einen Meter lange Schildkröte so anrichten könnte. Eine von denen hier war jedenfalls sehr mobil und offenbar hungrig: Andauernd schwamm sie auf die Taucherin zu und versuchte, nach ihr zu schnappen. dass die nichts für sie hatte, störte sie nicht. Schildkröten schnappen eben einfach gerne. Die Frau konnte sich immer nur dadurch retten, dass sie die Kröte mit einem kräftigen Druck in den Nacken unter sich drückte und dadurch ein paar Sekunden gewann, bis diese gewendet und zum neuen Angriff ansetzte. Zum Schluss bekam sie auch noch etwas Leckeres für Schildkröten, und die Zuschauermassen lösten sich auf.

Das Meeresbecken: Die Fische hier sind wirklich enorm. Im Meer zu schwimmen und so einem zu begegnen ... gruselige Vorstellung!
Die Seelöwen und Delfine haben eine eigene Show bei den Meeressäugern. Normalerweise ist man bei uns ja immer gegen diese Dressurakte; andererseits denke ich, dass es den Tieren, wenn sie schon in Gefangenschaft gehalten werden, ein bisschen was zu tun und ein wenig Ablenkung bietet. Von der Darbietung, die während der Goldenen Woche öfter stattfindet, habe ich leider keine Fotos machen können, auch, weil die Biester einfach zu flink waren. Die Seelöwen fingen Ringe auf, die ihnen aus dem Publikum zugeworfen wurden, zeigten verschiedene Lauftechniken (amüsant) und spielten mit einer aus dem Wasser ragenden Schwimmflosse "Hai". Die Delfine zeigten synchronspringen, Zählkünste oder ließen einen Pfleger auf sich "surfen". - Die Käfige allerdings, in denen sie ausserhalb der Auftritte wohnen, sind ziemlich klein. Das Elend in Bildern:
Und weiter geht es. Der Zoo besteht nur zum Teil aus den Tieren. Geld verdienen lässt sich auch hier gut, sei es mit Essens-, Souvenierverkauf oder anderen Unterhaltungsangeboten wie dieser Hüpfburg.

















