Zusammen mit Ulf, Steffi und ihrer Tochter Cora, die gestern zwei Jahre geworden ist, waren wir heute im neuen Sommerpalast. Jeder Tourist wird wohl einmal hier her gebracht, und auch für die Chinesen ist es ein beliebtes Ausflugsziel. Gerade während der Ferien war der Park nahezu überlaufen, doch nach einer Weile verteilt sich das alles etwas, und es wird etwas ruhiger und übersichtlicher. Das Wetter hat auch mitgespielt: Blauer Himmel, was in Beijing sehr selten ist, es war schön warm und überhaupt ein sehr angenehmer Spätsommertag. Ein paar Eindrücke:


Das berühmte Marmorboot, das sich Kaiserinwitwe und Regentin Cixi selbst zum Geschenk machte (wie auch den Park), statt in eine Armee gegen die Westmächte zu investieren. Zumindest ihr hatte diese Strategie noch einen ruhigen Lebensabend beschehrt.

Eine Schildkröte auf einem Lotosblatt. Die selben gibts hier übrigens im Kaufhaus zumin die Suppe tunken. Grausam, ich weiß ... Sich auf Lotosblättern sonnend sind sie mir auch lieber.

Der lange Wandelgang mit Landschaftsbildern und Szenen aus den berühmten vier chinesischen Romanen. Die alte Version des Kinos ...

Die Brücken haben einen speziellen Stil. Auf der Löwenkopfbrücke haben die Brückenpfeiler individuelle Verzierungen in Form von Löwenköpfen, aber der Name klingt spektakulärer als die Realität.

Interessant auch die sehr hohe Bauform der Brücken: Vielleicht waren die Boote früher höher? Oder es ist eine bautechnische Frage gewesen.


Ulfs und Steffis Tochter ist wirklich sehr niedlich. Aber die Chinesen übertreiben es total. Kaum steht man irgendwo, bildet sich sofort eine riesige Traube von Menschen, die sich mit dem kleinen blonden Kind fotografieren lassen will. Natürlich ist sie niedlich, und irgendwo ist es amüsant. Aber nach einer weile wird es lästig. Ich dachte schon, man könne ihr vielleicht ein Schild umhängen "Lass dich mit mir fotografieren für 100 Kuai" oder so. Manchmal kommen aber auch kleine chinesische Kinder, und dann ist es wieder ganz lustig. Hier kam ein chinesischer Junge im selben Alter, und die beiden sind dann hand in Hand durch die Gegend gelaufen und posierten, verfolgt von zahllosen Erwachsenen mit Kameras. Leider standen sie für meine Kamera nicht ruhig genug. Anyways: Hen ke ai!



Eigentlich sind das keine Seerosen, sondern Lotos. Es gibt einige so bewachsene Teiche hier, aber wird sind wohl etwas zu spät gekommen, um sie blühen zu sehen. Alles hat seine beste Zeit hier: In den Xiangshan-Park soll man gegen Ende Oktober gehen, weil dann die roten Blätter das Optimum an Ästhetik darstellen.




Und noch eine Szene, für die es sich wirklich gelohnt hat: Sonnenuntergang über dem See. Das Licht, das Wetter, die Landschaft und Perspektiven ... alles war ideal, und die Fotos sind wirklich sehr schön geworden.








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