Sonntag, August 27, 2006

Über die Wolken ...

Air China ist die führende internationale Fluggesellschaft der Volksrepublik China und im Vergleich mit anderen Linien sogar ausgesprochen günstig - sicher unser Hauptgrund, mit dieser Linie zu fliegen. Man könnte eine Menge über das Fliegen schreiben, und es beeindruckt mich auch jedesmal erneut, wenn die Turbinen hochlaufen und einen der Schub in die Sitze drückt, und man mehrere Sekunden später schon aus hunderten Metern Höhe auf die Stadt hinab blickt. Statt dessen nur eine kurze Warnung: Man bekommt zwei mal unterwegs etwas zu essen, einmal kurz nach dem Start, dann ein paar Stunden später vor der Landung. Auf Grund der Wartezeit isst man vielleicht vor dem Flug noch zu abend (so wie wir, die wir unsere gesamten Vorräte für zwei mindestens Wochen noch schnell verdrückten, da man Lebensmittel ja nicht durch die Schranke bekommt), bekommt dann kurz darauf erneut etwas vorgesetzt, wird zur besten chinesischen Frühstückszeit (nach unserer Zeit jedoch noch mitten in der Nacht; entsprechend verwirrt ist man auch) erneut geweckt, um zu essen und wird - wenn man in einer Touristengruppe reist - meist direkt nach der Landung in ein Restaurant gekarrt, da es in Beijing dann Mittag ist. Auf letzteres haben wir aber klugerweise verzichtet. Allerdings kann ich mir vorstellen, warum Neuankömmlinge Probleme danach mit dem Magen bekommen könnten.

Während die anderen schliefen, habe ich noch etwas gelesen und bin ein wenig durchs Flugzeug gestreift. Durch ein Fenster am Notausgang konnte ich ein paar interessante Fotos machen. Leider waren die Monitore zu dieser Zeit ausgestellt, so dass ich nicht weiß, wo wir uns in diesem Augenblick befanden und was genau sie zeigen. Der Zeit nach müsste es etwa die Kasachstan/ Russland/ westliche Mongolei sein. Interessantes Relief, dessen Charakter von Mondlandschaft noch dadurch verstärkt wurde, dass es weit und breit keine Siedlung zu geben schien. Wenn man sich überlegt, dass wir heute in knapp zehn Stunden schaffen, wofür die Missionare früher je nach Ziel und Route eine Reise von einem halben bis zu anderthalb Jahren einplanen mussten ...





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